12. März 2026

Eine erfreuliche Begegnung

Eine erfreuliche Begegnung

Hatte die Tage ein Kennenlernen-Gespräch mit einem Handwerker. Im Verlaufe des Dialogs kamen wir auch auf meinen Beruf zu sprechen. Und der mir gegenüber sitzende Mensch hat mir anvertraut, dass er jeden Morgen gegen 4:00 Uhr bis 4:30 Uhr aufsteht. Schon seit seiner Kindheit mache er das so. Wegen der familiären Verhältnisse waren die Morgenstunden für ihn die einzige Möglichkeit, mit sich selbst oder bei sich selbst zu sein. In den späteren Lebensjahren ist er zu dieser Routine immer wieder zurückgekehrt. Zwar gab es Zeiten, wo er das nicht mehr zu Stande gebracht hat und sehr viele Lebenskrisen, die es zu überleben galt. Aber zwischendurch immer wieder diese kleinen Inseln für das Bewusstsein/die Seele und für die Ausrichtung auf die Dinge, die ihm sehr wichtig geblieben sind.

Unbelastet sein

Der große Unterschied beim Erwachen (auf meine Frage hin, wie er denn da morgens rauskommt) hat der gute Mensch mir erklärt, dass es für ihn überhaupt kein Problem sei. Dass er beim Erwachen sich keinerlei Probleme bewusst ist. Dass er sich in einem Zustand der Ausgeglichenheit und Ruhe befindet.

Obwohl gerade die letzten Jahre sehr schwierig waren, hat er die Routine in dieser Zeit  wieder aufgenommen und problemlos durchgehalten. Beziehungsweise sogar direkt von dieser Routine profitiert. Weil er sehr viele Tage einigermaßen unvoreingenommen beginnen konnte, obwohl er von diesen Tagen nichts Gutes zu erwarten hatte.
 

Erinnerungsmoment

das Beeindruckende ist die Diskrepanz zwischen den ersten Momenten nach dem Aufwachen/beim Erwachen und den am Tag gewohnten Bewusstseinszuständen. Nicht nur bei der hier im Text beschriebenen Person, sondern auch in vielen anderen Fällen beschreiben die Menschen, dass sie sich noch nicht einmal an ihren Namen erinnern können. Stattdessen empfinden sie sich in einem Zustand der Ruhe. Haben solche Menschen das schon einige Male erlebt, sind sie dann mittlerweile in einer gewissen Routine und wissen genau, dass wenn ihnen Ihr Name einfällt, dann sozusagen auch wieder ihr Leben einfällt. Also das Leben, welches sie am Tag zuvor durch das Einschlafen quasi verlassen haben. Mit dem Namen kommen dann alle Freuden und Leiden wieder voll ins Bewusstsein. Was je nach Lebensumständen die Motivation sinken lässt, sich an seinen Namen erinnern zu wollen.

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